Erfahrungsbericht der Wandergruppe "Kleeblatt"

Ein tolles Team, das "Kleeblatt" - in Sachen Zusammenhalt, Kampfgeist und Hilfsbereitschaft!

Da stehen unsere 11 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde am Rathausplatz in Markkleeberg kurz vor 18 Uhr und freuen sich auf spannende 17 km in Richtung Bistumshöhe. Verstärkt wird die gar nicht so kleine Wandergruppe durch fünf „Gäste“, nämlich Margit, Werner, Horst, Uwe und Erich, und so machen sich insgesamt 16 Wanderer auf den Weg in den kühlen Abend. Verabschiedet von den vier Langstrecken-Kandidaten, die erst in Zwenkau in die Strecke einsteigen.

Großes Hallo an Koburger Straße und Equipagenweg, wo Transparente mit unserem Logo die Strecke zieren und Karin, Annett, Daniel und Wolfgang winken und anfeuern.

Geschlossen kommt die Gruppe an der Bistumshöhe jubelnd an und dank Reiners Hilfe geht auch (fast) keiner verloren. Selbst Horst ist diszipliniert im Tempo und verstärkt die „Kleeblätter“. Und wie es so Brauch bei uns ist, helfen sich unsere Wanderfreunde auch gegenseitig, denn das Tempo ist überdurchschnittlich hoch.

Schade, die Fettschnitten mit Rollmops sind „ausverkauft“, aber wer wie wir einmal in so eine Organisation reingeschnuppert hat, weiß, dass es doch passieren kann, dass nicht alles perfekt ist. Schließlich sind in unserer Wandergruppe immerhin drei Gründungs“eltern“ der „7-Seen-Wanderung“
(Sigrid, Andreas und Wolfgang) und freuen sich, wie erfolgreich sich dieses Sportereignis entwickelt hat.

Auch die „Weitwanderer“ haben sich mit dem Auto zur Bistumshöhe gemogelt und grüßen hier nicht nur unsere Truppe. Wolfgang ist nun mal der „bunte Hund“ dieser Wanderung. Ein Platz auf einem der Schiffe ist fast für Jeden reserviert, und sei es auf einem Papierkorb.

Vom Nordstrand geht es durch den Kees'schen Park und das Adlertor zu einer kleinen Trinkpause in der Kirsch-(Likör)-Allee. Noch sind alle gutgelaunt, wenn auch die Nacht angebrochen ist und die absolvierten Kilometer in den Beinen zu spüren sind.

Am Rathaus dann Urkunden-Empfang und strahlende Gesichter in unserer Truppe. Und dass man sich im „Kleeblatt“ kümmert, wie nun jeder nach Hause kommt, ist schon fast selbstverständlich und zeigt den Geist der Sportkameraden, auch wenn sie aus der befreundeten Wandergruppe „Schwarzer Adler“ kommen.

Zwischenzeitlich haben sich die „4 Verrückten“ aus unserer Gruppe in Zwenkau eingefunden, verstärkt durch zwei weitere Wanderfreundinnen aus dem VLW. Mit 3 Minuten Vorsprung (21:57 Uhr) geht es hinaus auf ein „längeres Abenteuer“ durch das südliche Neuseenland. Es ist doch recht kühl und neblig, aber die Stimmung ist gut in der Gruppe, die ab Pegau durch Wanderfreundin „Nr. Sieben“ verstärkt wird.

Die Nachtigallen, speziell in der „Schwenke“ geben ihr bestes und auch ein Schäferhund in Langendorf / Sachsen-Anhalt zeigt lautstark an, wo er wohnt. Perfekte Versorgung unterwegs, ob in Gatzen, Prößdorf (Lucka), am Haselbacher See oder in Deutzen – da kann man nur den Hut ziehen. „Nummer Sieben“ hat ihr Ziel in Prößdorf erreicht und wir hatten uns gewundert, wie man so blauäugig ohne Begleitung und ohne Taschenlampe (!!!) durch die Nacht wandern wollte. Die Südost-Runde um den Haselbacher See ist lang, verdammt lang und die Gespräche werden etwas einsilbriger und manches Lächeln sieht gequält aus.

Sonja erreicht am Aussichtspunkt Deutzen ihr persönliches Ziel mit 44 Kilometern und wird abgeholt. Immer noch steht ein Vorsprung zum Zeitplan auf der Wettkampfuhr und es wird wieder gelacht und es hagelt Abmahnungen, wegen mancher Unaufmerksamkeit gegenüber Kleinlebewesen mit und ohne Schneckenhaus. Der Weg nach Lobstädt ist wesentlich schneller passiert, wie wir es befürchtet hatten und dann der erlösende Anruf auf's Handy: „Wir holen Euch mit zwei Pkw in Kahnsdorf ab !“

Eine Viertelstunde vor Zeitplan erreichen fünf glückliche Wanderer nach fast 54 Kilometern das Ziel und werden jubelnd begrüßt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit mit 4,9 km/h ist erstaunlich und speziell die Leistung von Annett und Daniel werden wegen ihres Handicaps bewundert – wir sind alle stolz.

Als Fazit soll nun noch angemerkt werden, dass unsere gesamte Wandergruppe ein „dickes Bienchen“ verdient hat. Ohne viel Worte hilft hier einer dem anderen, ist ohne Diskussion hilfsbereit und setzt sich ein. Wir sind mit einer großen Truppe angetreten und unsere vier Kränkelnden (Rosel, Uta, Ursula und Klaus) haben uns die Daumen gedrückt.

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