Eindrücke von Wanderern

Wie weit kann man laufen innerhalb 24 Stunden ohne zwischendurch zu schlafen? Das ist die Frage und der Jens und ich haben es mal ausprobiert.

Die Teilnahme an der 7-Seen-Wanderung war schon länger geplant und wir haben darauf hintrainiert mit diversen anderen Aktivitäten. Ob wir die ausgesuchte Strecke von 103km durchgehen können, war nicht so klar, mir zumindest nicht. Aber allein den Versuch war es ja schon wert. Also los! Am Freitag 18 Uhr war Start in Markkleeberg bei Leipzig und die Strecke ist vorgegeben. Hätte mir jemand vorher gesagt, das 70% der Stecke auf dieser Wanderung aus Asphaltwegen besteht, wären wir bestimmt trotzdem gestartet. Einmal auf dem Weg lief es ganz gut. Die Nacht war recht kalt. Aber irgendwie auch fetzig. Ab ungefähr 04 Uhr bei km 45 begann strömender Regen bis nachmittags gegen 14/15 Uhr. Ganz wunderbar, das brauchste wie ein Loch im Kopp.

Bei Km 71 in Deutzen war ich fast soweit, in die S-Bahn zu steigen. Ich hatte grad die Schnauze richtig voll, denn zum Regen kam noch ekliger Schneeregen dazu, und ein ausgefallener Kontroll/Versorgungspunkt sorgte auch nicht grad für die allgemeine Erheiterung. Müde, kalt, nass: Beste Voraussetzung für weitere 35km. ️ Aber wenn, dann ziehen wa das auch durch. Aufgeben ist irgendwie keine Option. Also nasse Socken wechseln und weiter gehts. Der Regen ließ bei km 90 dann doch auch tatsächlich nach. Durch eine kleine Unachtsamkeit haben wir eine Abbiegung verpasst und sind noch einen unnötigen Umweg gelaufen. Deswegen sind aus geplanten 103km zum Schluss sogar 109km geworden. Reißt es aber in der Summe auch nicht mehr raus.

Das Ergebnis in Zahlen: 100km in 23 Stunden, 109km in 25 Stunden Gesamtzeit. Davon knapp 19 Stunden in tatsächlich Bewegung. Der Rest sind Pausen & Wartezeiten an Kontroll-und Verpflegungspunkten.

Alles in allem, ich glaube hier meine Grenze des Machbaren als Hobbysportler im Bereich Laufen und Langstreckenwandern erreicht zu haben. Ein Dankeschön noch an alle ehrenamtlichen Helfer vor Ort. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit ist bei solch einem Wander-Event wirklich einmalig. Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: CHALLENGE ACCEPTED AND WE FINISHED!

@Mathias Lindner

Kommentar

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